Kind & Kegel


Von Kindern in Käfighaltung und solchen die ausgewildert wurden um die Straßen zu bespucken...
Ja nee, ich sach mal so...
Wenn denn die Kinder die Zukunft sind, muß man sich auch beim Kabarett mal über sie unterhalten lassen.

Käfigkindheit
Eingebettet zwischen Kantenschonern und Maxi Cosi, beschützt durch Sicherheitsverschlüsse und Babyfon entwickeln sich viele junge Menschen gänzlich ungestört.
Die Eltern therapieren jede noch so kleine Normabweichung weg und fördern bei ihren Kleinen jedes Talent das sie selbst gern hätten. Beim Nacktturnen können sich Säuglinge richtig gehen lassen, was sich meist auf Körperausscheidungen beschränkt. Aber Hauptsache gesund ...
Mutti sucht die Sozialkontakte aus, überwacht diese und reflektiert sie mit den Müttern ...
Ja sicher haben's die Kinder heute viel besser als wir damals. Ich meine dafür leben wir doch - oder?
Aber irgendwann kommt der Tag wo ein Kind beispielsweise in den Kindergarten geht oder in die Schule. Nicht von heute auf morgen sondern von jetzt auf gleich öffnet sich das Gitter der familiären Käfiganlage. Dann gibt es plötzlich Stunden im Leben der Kinder ... oder besser Leben in den Stunden ...
Ja, nee ich sach mal so: Das muss ich Ihnen mal in Ruhe erzählen ...

Warum es bei der Jugend spuckt
Menschenskinder! Mir bleibt jedesmal die Spucke weg, wenn ich an Schulhöfen, Bushaltestellen und an jedwelchen Orten vorbeikomme, wo mehr als zwei Jugendliche zusammenstehen. Spätestens nach 40 Sekunden oder zwei zusammenhängenden Sätzen spucken die auf den Boden. Plätze, wo sich Jugendliche aufhalten, verwandeln sich so innerhalb kürzester Zeit in speichelglitschige Rutschbahnen, die man nur unfallfrei begehen kann, indem man auf die haltgebenden Kaugummis tritt.
Warum ist das so? Ich bin der Sache auf den Grund gegangen. Ja, nee ich kann Ihnen das bei Gelegenheit erklären ...

Ja-nee!?
Ein Phänomen bei der jungen Generation (heutzutage) fällt erst bei genauerer Betrachtung (durch mich) auf:
85% der Antworten, die Ihnen junge Menschen auf irgendeine Frage geben, beginnen mit den sich gegenseitig neutralisierenden Worten "Ja-nee". Rhetorisch geschulte Jugendliche schieben in der Regel ein "ich sach mal so" hinterher. Und schon wissen sie nichts. Warum das so ist und wo das hinführt, kann ich ihnen gerne ausführlich erläutern:
Angefangen hat es mit Pommes rot-weiß und unisex-Unterwäsche ...
Ja-nee das führt hier zu weit. Ich sach mal so, kommen Sie in mein Programm!